Im Notfall

Wichtige Telefonnummern

Notruf Feuerwehr, Notarzt, Rettungsdienst – Tel. 112
Notruf Polizei – Tel. 110
Polizeirevier Waldkirch – Tel. 07681 407 40

Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) - Tel. 0228- 99550-0

Ärztlicher Bereitschaftsdienst – Tel. 116 117
Kinderärztlicher Notfalldienst – Tel. 01805 19292320
Zahnärztlicher Notfalldienst – Tel. 0761 120 12 00 oder Tel. 01801 116 116
Augenärztlicher Notfalldienst – Tel. 0180 6075311
Giftnotruf Freiburg – Tel. 0761 19 240

Gemeinde Gutach im Breisgau – Tel. 07685 9101 0
Bauhof Gemeinde Gutach im Breisgau – Tel. 01 71 9 53 57 55
Notdienst Wasserversorgung Gutach im Breisgau - Tel. 01 75 6 03 65 55

Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen (PDF,939 KB)

Hilfe zur Selbsthilfe (Beispiel Stadt Koblenz)

Was tun im Brandfall?

Was tun, wenn es brennt?

Diese Frage werden Sie sich sicherlich auch schon einmal gestellt haben. Im Folgenden nehmen wir einmal an, Sie bemerken in Ihrer Wohnung Brandrauch. Im Flur vernehmen Sie das typische Knistern des Feuers und erkennen in der Küche den Schein von Flammen. Was nun?

1. Ruhe bewahren!
Zugegeben, dass hört sich einfacher an als es wirklich ist, wenn man sich in einer solchen Gefahrensituation befindet. Aber auch wenn Eile geboten ist, muss jetzt jeder weitere Schritt gut überlegt sein. Ruhiges und besonnenes Handeln schütz Sie vor Fehlern, die eventuell fatale Folgen haben könnten.

2. Brandbekämpfung ja oder nein?
Wenn möglich, versuchen Sie einen Entstehungsbrand selbst zu löschen. Aber wirklich nur dann, wenn Sie sich dabei selbst keiner Gefahr aussetzen. In der Regel werden Sie aber leider keine Chance haben, einen gefahrlosen Löschversuch zu starten. In unserem Fall wurden Sie durch den Rauch auf das Feuer aufmerksam. Das bedeutet für Sie ganz klar, dass Sie hier keinerlei Löschversuche mehr unternehmen dürfen. Bedenken Sie dabei bitte, dass schon geringste Mengen Brandrauch hochgiftige Bestandteile enthalten und binnen weniger Atemzüge eine tödliche Wirkung zeigen können. Weit über 90% aller Brandopfer sterben nicht durch die Flammen, sondern durch das Einatmen des tödlichen Brandrauches. Gehen Sie keinesfalls ein unnötiges Risiko ein. Ihre Gesundheit und die Gesundheit Ihrer Mitbewohner muss ab jetzt Ihr höchstes anzustrebendes Ziel sein. Wenn möglich schließen Sie noch schnell die Tür zum Brandraum. Diese einfache Maßnahme verzögert -eine gut schließende Raumtür vorausgesetzt- die Brandausbreitung auf den Rest der Wohnung um einige sehr wertvolle Minuten.

3. Mitbewohner informieren!
Befinden sich weitere Menschen in der Wohnung, fordern Sie diese zum Verlassen der Wohnung auf. Unterstützen Sie alte und kranke Mitbewohner beim Verlassen der Brandwohnung. Lassen Sie Kinder niemals alleine zurück, bleiben sie auch außerhalb der Wohnung/des Gebäudes stets in deren Nähe.

4. Türe zum Hausflur/Treppenraum verschließen!
Achten Sie darauf, dass der letzte Bewohner die Wohnungstüre zum Treppenraum bzw. zum Hausflur verschließt. Dies vermindert die Rauchausbreitung und gibt so weiteren Hausmitbewohnern mehr Zeit, sich später (siehe Punkt 6) ebenfalls ins Freie zu retten.

5. Feuerwehr alarmieren!
Alarmieren Sie per Handy, Telefon eines Nachbarn oder über eine Telefonzelle die Feuerwehr. Über den bundeseinheitlichen Feuerwehrnotruf 112 können Sie zu jeder Tages- und Nachtzeit einen Notruf absetzen. Nennen Sie ihren Namen, was passiert ist sowie Straße und Hausnummer der Wohnung.
Wichtig: Beenden Sie niemals selbstständig das Gespräch, legen Sie erst auf, wenn der Einsatzbearbeiter das Gespräch beendet. Sehr wahrscheinlich wird er noch einige Informationen von Ihnen benötigen und Ihnen wichtige Tipps zur weiteren Verhaltensweise geben. Aber keine Angst, auch wenn Ihnen das Gespräch in dieser Situation unendlich langwierig erscheint, die Alarmierung der Einsatzkräfte wird noch während des Telefonates eingeleitet. In wenigen Minuten ist Ihre Feuerwehr vor Ort.

6. Mitbewohner warnen!
Klingeln Sie bei Ihren Mitbewohnen. Informieren Sie sie über das Feuer. Ist das Treppenhaus bzw. der Flur noch rauchfrei, fordern Sie sie auf, sich ebenfalls schnellstmöglich ins Freie zu begeben. Helfen Sie Kindern, alten oder kranken Menschen das Gebäude zu verlassen. Dringt bereits Rauch in das Treppenhaus oder den Flur, dann fordern Sie ihre Mitbewohner auf, ihre Wohnungstüren nicht mehr zu öffnen und sich an geöffneten Fenstern aufzuhalten.

7. Feuerwehr einweisen!
Sind alle Mitbewohner evakuiert oder verständigt, sollte auch schon die Feuerwehr an der Einsatzstelle eintreffen. Machen Sie schon bei der Anfahrt der ersten Einsatzfahrzeuge ganz deutlich, z.B.: durch Winken, auf sich aufmerksam. Nicht immer ist der Feuerwehr die genaue Hausnummer bekannt und ein Feuer ist nicht immer von der Straße aus zu erkennen.

8. Unterstützen Sie ihre Feuerwehr!
Ist die Feuerwehr eingetroffen, benötigt der Einsatzleiter weitere Informationen von Ihnen. Unter anderem braucht er meist folgende Angaben:
Was brennt? (Geschirrspüler, Wohnzimmer, Fernseher...)Wo brennt es genau? (Stockwerk, Wohnung, Raum...)Wo ist der schnellste Zugang? (z.B. über einen Hintereingang)Befinden sich noch Personen oder Tiere in der Wohnung oder in dem Gebäude?Entfernen Sie sich nicht ohne Einwilligung des Einsatzleiters von der Einsatzstelle. Er kann Sie eventuell noch für die Beantwortung weiterer Fragen benötigen.

Vorsorge & Selbsthilfe

Vorsorge für den Katastrophenfall

Bereiten Sie sich auf den Fall der Fälle vor!
Ist ein Notfall erst eingetreten, ist es für Vorsorgemaßnahmen meist zu spät. Wenn es brennt, müssen Sie sofort reagieren. Wenn Sie und Ihre Familie evakuiert werden müssen, können Sie nicht erst beginnen, Ihr Notgepäck zu packen. Wenn der Strom für Tage ausfällt, sollten Sie einen Notvorrat im Haus haben.
Damit die wichtigen Dinge im Notfall nicht fehlen:
Im Normalfall gibt es alle wichtigen Verbrauchsgüter im Geschäft um die Ecke. Frische Ware ist in der Regel immer da. Auch Medikamente sind in der Apotheke verfügbar oder schnell zu besorgen. Trinkwasser kommt selbstverständlich aus dem Wasserhahn, so wie Strom aus der Steckdose. Aber das kann durch Katastrophen beeinträchtigt werden oder ausfallen. Hier finden Sie Infos zu allen wichtigen Themen – vom Lebensmittelvorrat bis zum Notgepäck – um persönlich für den Notfall gerüstet zu sein.

Richtiges Handeln in Katastrophen
In Deutschland sind wir grundsätzlich gut vorbereitet auf den Umgang mit Katastrophen. Aber auch die beste Hilfe ist nicht immer sofort zur Stelle. Bei einer großflächigen und sehr schweren Katastrophe können die Rettungskräfte nicht überall sein. Wenn Sie sich und Ihren Nachbarn selbst helfen können, sind Sie klar im Vorteil. Es kommt dann auf jeden Einzelnen an.
Richtiges Verhalten bei Unwetter

Draußen
Meiden Sie ungeschützte Orte, an denen Sie von Hagel oder von vom Sturm mitgerissenen Gegenständen getroffen werden könnten.Suchen Sie Schutz in einem Gebäude und meiden Sie bei starken Stürmen Hallen mit großen Deckenspannweiten. Wenn noch ausreichend Zeit ist, sichern Sie draußen bewegliche Gegenstände wie Gartenmöbel, Fahrräder etc.Bei Hagel legen Sie sich, wenn es nirgendwo Schutz gibt, mit dem Gesicht auf den Boden und schützen Sie Kopf und Nacken mit den Händen!

Gewitter
Suchen Sie bei Gewitter Schutz in einem Gebäude oder gehen Sie mit eng zusammenstehenden Füßen, möglichst in einer Mulde, auf den Fußballen in die Hocke.Meiden Sie offenes Gelände, Berggipfel, Bäume, Türme, Masten, Antennen und lehnen Sie sich nicht an Zäune. Halten Sie zu Überlandleitungen einen Mindestabstand von 50 Metern ein.Vermeiden Sie alle Gegenstände mit Metallteilen wie Regenschirme und Fahrräder.

Im Auto
Im Auto sind Sie bei Gewitter sicher. Bleiben Sie also im Fahrzeug und berühren Sie keine blanken Metallteile.

Zu Hause
Schließen Sie bei Hagel und Wirbelstürmen die Fenster, Roll- oder Fensterläden und halten Sie sich von ungeschützten Öffnungen fern. Suchen Sie einen innen liegenden Raum im Erdgeschoss auf. Meiden Sie jedoch Kellerräume, da diese sehr schnell von Wasser geflutet und zu lebensbedrohlichen Fallen werden können.Meiden Sie Räume mit großer Deckenspannweite wie z. B. Hallen. Nehmen Sie empfindliche Geräte vom Netz oder verwenden Sie einen Überspannungsschutz. Entsprechende Geräte gibt es im Handel.

Schutz für Tiere
Haus- oder Nutztiere werden durch Unwetter stark verängstigt. Versuchen Sie, Ihre Tiere zu beruhigen und achten Sie darauf, dass sie den geschützten Bereich nicht verlassen können.

Verhalten nach dem Unwetter
Vor dem Aufräumen sollten Sie genau kontrollieren und dokumentieren, was z. B. durch Wassereinbruch oder Glasbruch beschädigt oder zerstört worden ist. Ist jemand verletzt, leisten Sie Erste Hilfe und rufen Sie gegebenenfalls den Rettungsdienst 112.Achtung! Wenn durch Überflutung, z. B. im Keller, Heizöl oder andere gefährliche Substanzen freigesetzt worden sind, rufen Sie die Feuerwehr 112 an. Vorsicht beim Betreten überfluteter Keller, es besteht die Gefahr eines Stromschlags, wenn der Hausanschlusskasten im Keller untergebracht ist.Nehmen Sie elektrische Geräte nur in Betrieb, wenn sie nicht feucht geworden sind.Wenn das Gebäude stark beschädigt ist, bleiben Sie draußen und betreten Sie es erst wieder, wenn es von Fachleuten freigegeben wurde. Wenn das Dach stark beschädigt ist, bleiben Sie vom Haus ausreichend weit entfernt. Rufen Sie die Feuerwehr 112 an.

Tipps rund ums Feuer und Brandschutz
Das Entsetzen ist groß, die Gefahr auch. Feuer, das außer Kontrolle gerät, ist immer eine Katastrophe. Es gibt viele Ursachen für ein Feuer zu Hause oder in öffentlichen Gebäuden: Fehler in der Elektrizität, feuergefährliche Arbeiten, Unachtsamkeit im Haushalt, Fahrlässigkeit beim Grillen oder Überhitzung von Elektrogeräten. Ganz gleich, ob es dann zu einem offenen Feuer oder einem Schwelbrand kommt, die Folgen sind häufig katastrophal. Dabei können Sie effektiv vorbeugen und sich schützen.

Das gehört in ein sicheres Haus
Rauchmelder
Kein Feuer ohne Rauch und giftige Gase. Schnell werden dann Fluchtwege unbenutzbar oder es kommt zu Rauchvergiftungen bzw. im schlimmsten Fall zum Erstickungstod. Rauchmelder an der Zimmerdecke können Leben retten.
Handelsübliche Rauchmelder sind handtellergroß und problemlos montiert. Sie können als Einzelrauchmelder oder per Funk miteinander vernetzt betrieben werden und haben ein durchdringendes, akustisches Alarmsignal. Für Gehörlose gibt es Geräte mit Blitzlicht oder Vibrationsalarm. Beim Einbau ist auf die Zertifizierung nach VdS und DIN EN 14604 sowie auf das Q-Label (höhere Qualität) zu achten.
Bringen Sie die Rauchmelder immer am höchsten Punkt im Zimmer an, da Rauch nach oben steigt. Beachten Sie bei der Anbringung unbedingt die Hinweise des Herstellers. Die Geräte sollten einen Testknopf zur Kontrolle des Alarms haben. Sie zeigen an, wenn die Batterie ausgetauscht werden muss.
Löschgeräte
Löschgeräte wie Feuerlöscher gehören in jedes Unternehmen und am besten auch in jeden privaten Haushalt. Die Größe kann abhängig von den gesetzlichen Vorschriften und der potenziellen Brandgefahr variieren. Fragen Sie hierzu Ihre örtliche Feuerwehr. Alle Löschgeräte helfen nur in der Entstehungsphase eines Brandes. Schließlich ist die Löschdauer begrenzt. Bringen Sie sich deshalb bei einem Löschversuch nicht selbst in Gefahr. Über Bedienung und Löschkapazität gibt der Fachhandel Auskunft.

Hochwasser
Aktuelle Informationen zum Hochwasser in Koblenz erhalten Sie hier.

Gut vorbereitet auf Hochwasser
Das Wasser steigt und es ist kein Ende in Sicht. Jetzt ist immer noch Zeit, sich vorzubereiten.
Besorgen Sie zum Schutz Sandsäcke, Schalbretter, wasserfeste Sperrholzplatten und Silikon. Schauen Sie, dass gefährliche Stoffe oder Chemikalien nicht vom Wasser erreicht werden können. Bringen Sie wertvolle Möbel oder Geräte wie Computer etc. in die oberen, hochwassergeschützten Räume. Sichern Sie den Heizöltank gegen den Auftrieb durch das Wasser, indem Sie ihn z. B. an der Wand verankern oder mit Ballast beschweren.Besorgen Sie ausreichend Lebensmittel und Trinkwasser, ein batteriebetriebenes Radio oder ein Kurbelradio, eine Taschenlampe, einen Campingkocher und eine Campingtoilette. Halten Sie Ihre Tasche mit den wichtigsten Dokumenten bereit.
Denken Sie auch an Insektenschutzmittel, falls nach Rückgang des Hochwassers Mücken und andere Schädlinge ins Haus kommen.
Ganz wichtig!
Halten Sie sich auf dem Laufenden! Verfolgen Sie die aktuellen Wettermeldungen und Hochwasserwarnungen über Rundfunk, Internet oder Videotext.
Machen Sie sich frühzeitig Gedanken über:
die Versorgung Kranker oder Hilfebedürftiger. Können Sie diese Personen rechtzeitig aus der Gefahrenzone evakuieren. Wohin? die Evakuierung von Haustieren.die Möglichkeiten, sich mit Nachbarn oder anderen zu besprechen, wenn Telefon und Mobilfunk ausfallen. Sprechen Sie mit Nachbarn Not- und Gefahrenzeichen ab.die „Rollenverteilung“ für den Notfall. Wer macht was?

Richtig Handeln bei Hochwasser
Im Haus:
Behalten Sie die Ruhe und Besonnenheit. Prüfen Sie, ob Ihre Vorsorgemaßnahmen ausreichen.Räumen Sie die Kellerräume, in die Grundwasser eindringen kann oder die volllaufen können, aus.Dichten Sie Fenster und Türen sowie Abflussöffnungen ab.Schalten Sie elektrische Geräte und Heizungen in Räumen, die volllaufen können, ab. Denken Sie an die Stromschlaggefahr. Schalten Sie den Strom gegebenenfalls komplett aus (Sicherung raus).Überprüfen Sie Rückstauklappen im Keller.
Im Auto:
Fahren Sie Ihr Auto rechtzeitig aus gefährdeten Garagen oder von Parkplätzen.Achtung! Tiefgaragen können bei Hochwassergefahr zu tödlichen Fallen werden.Fahren Sie nicht durch überflutete Straßen. Wasser im Motorraum macht viel kaputt. Der Katalysator mit einer Betriebstemperatur von 700 Grad Celsius zerspringt bei plötzlicher Abkühlung durch Wasser.Lassen Sie Ihr Fahrzeug abschleppen, wenn es bis über die Räder im Wasser steht.
Retten Sie Leben:
Helfen Sie anderen, aber bringen Sie sich nicht selbst in Gefahr.Bringen Sie Kinder vor Eintritt der Gefahr aus dem Überschwemmungsgebiet in Sicherheit.Fahren Sie wegen der Wellenbildung und der Gefahr von Unterwasserhindernissen nicht in überflutenden Gebieten mit Booten oder anderen Fahrzeugen unnötigerweise „spazieren“.Betreten Sie keine Uferbereiche wegen der Gefahr von Unterspülungen oder Abbrüchen. Überflutete oder teilüberflutete Straßen dürfen nicht befahren werden.Beachten Sie die Anweisungen und Absperrungen der Einsatzkräfte.

Verhalten nach dem Hochwasser
Das Wasser weicht. Jetzt heißt es: Bestandsaufnahme machen und aufräumen.
Beginnen Sie mit den Abpumparbeiten im Haus erst, wenn Sie sicher sind, dass der Grundwasserspiegel ausreichend gesunken ist. Vorsicht, Sie beschädigenansonsten die Bodenwanne des Hauses. Bitte achten Sie auf Informationen der Gemeinde. Machen Sie eine Bestandsaufnahme und fotografieren Sie die Schäden für die Versicherung.Räumen Sie Wasserreste und Schlamm aus dem Haus.Trocknen Sie die Räume so schnell es geht, um Bauschäden oder Schimmel zu vermeiden. Nutzen Sie Heizgeräte für das Trocknen. Sie können gemietet oder ausgeliehen werden.Lassen Sie die Elektrik, Heizöltanks und in besonderen Fällen die Baustatik vom Fachmann überprüfen.Wenn Schadstoffe wie Farben, Lacke, Pflanzenschutzmittel, Benzin, Öl etc. freigesetzt wurden, rufen Sie die Feuerwehr.Schmutzige, kaputte Möbel und verdorbene Lebensmittel gehören nicht einfach in den Hausmüll, sondern müssen fachgerecht entsorgt werden.Essen Sie kein Obst, Gemüse und Salat aus überschwemmten Gebieten. Verständigen Sie bei mit Schadstoffen (z. B. Öl) verunreinigten Gärten oder Feldern das Landratsamt oder das Amt für Landwirtschaft.

CBRN-Gefahrstoffe
Wir leben in einer Industriegesellschaft und profitieren von den Möglichkeiten der modernen Technik. Aber keine Technik ohne Risiken. So gehört es – bei allen Sicherheitsstandards – auch zu unserem Leben, dass gefährliche Stoffe freigesetzt werden können. Zum Beispiel bei einem Unfall eines Gefahrguttransporters, einem Brand in einer Fabrik oder einem Lager mit chemischen Produkten. Aber auch der sorglose Umgang daheim mit Haushaltsreinigern kann gefährlich werden.

Was ist ein Gefahrstoff?
Das Spektrum an Gefahrstoffen ist groß. Unterschieden wird in
chemische (C), biologische (B), radiologische (R) und nukleare (N) Gefahrstoffe.
CBRN-Gefahrstoffe können gas- oder dampfförmig, als Aerosole, flüssig oder fest auftreten. Ein Laie kann in der Regel die Gefährlichkeit nicht erkennen. Deshalb gilt: Wenn etwas passiert, melden Sie es der Integrierten Leitstelle ( 112) oder der Giftnotrufzentrale ( 06131/19240). Achten Sie bei größeren Ereignissen auf Durchsagen im Radio oder durch Lautsprecherfahrzeuge.

Chemische Gefahrstoffe
Chemikalien weisen ein sehr großes Spektrum an unterschiedlichen Wirkungen auf. Viele Stoffe sind brennbar oder gar explosiv, können ätzend wirken oder sind giftig. Manchmal haben sie auch mehrere Wirkungen gleichzeitig. In den meisten Fällen entfalten sie ihre größte Wirkung bei Aufnahme in den Körper. Dies kann über die Haut, durch Nahrungsaufnahme oder durch Einatmen geschehen. Besondere Vorsicht ist bei gasförmigen Stoffen geboten. Da die meisten Gase und Dämpfe schwerer als Luft sind, können sie sich in Senken oder Kellerräumen sammeln. Bei Chemikalienfreisetzung sind solche Örtlichkeiten deshalb zu meiden.

Biologische Gefahrstoffe
Zu den biologischen Gefahrstoffen zählen Bakterien, Viren, Pilze, Parasiten und Toxine. Sie können unter Umständen schwere Krankheiten beim Menschen auslösen. Eine Aufnahme in den Körper findet vor allem über Schleimhäute (Atemwege, Verdauungstrakt, Augen) und die Haut (Wunden) statt. Bei Gefahr der Aufnahme über die Atemwege sollte zumindest provisorischer Atemschutz genutzt werden, wie z. B. Heimwerker-Mundschutz.

Radioaktive Stoffe
Radiologische (R) und nukleare (N) Stoffe beschreiben die unterschiedlichen Ausbringungsarten einer radioaktiven Kontamination. Radioaktive Stoffe senden energiereiche, ionisierende Strahlung aus. Diese Strahlung kann lebende Zellen schädigen und diese abtöten oder Krebs hervorrufen. Eine besondere Gefährdung geht durch die Aufnahme radioaktiver Stoffe in den Körper aus. Dies kann durch Einatmen, Nahrungsaufnahme und die Haut (Wunden) geschehen. Vor allem die Alpha-Strahlung (eine Art der ionisierenden Strahlung), stellt dabei ein hohes Gefahrenpotenzial dar. Hier hilft Atemschutz vor der Aufnahme in die Lunge. Ionisierende Strahlung wird beim Durchdringen von Materie abgeschwächt. In Kellerräumen ist die Abschwächung durch die angrenzende Erdschicht und obere Stockwerke besonders groß.

Verhalten bei Gefahrstofffreisetzung
Gefahrstoffe sind in der Luft oder im Wasser? Was sollten Sie jetzt tun? Achten Sie auf Durchsagen im Radio, Fernseher oder von Lautsprecherfahrzeugen. Informieren Sie sich übers Internet. Und informieren Sie auch andere Hausbewohner.

Im Haus:
Bleiben Sie im Gebäude.Nehmen Sie gefährdete Passanten vorübergehend auf.Informieren Sie – falls erforderlich – andere Hausbewohner.Schließen Sie Fenster und Türen.Schalten Sie Ventilatoren und Klimaanlagen aus, schließen Sie die Lüftungsschlitze der Fensterrahmen.Suchen Sie einen geschützten Innenraum der Wohnung auf, der möglichst keine Außenfenster hat.Im Falle einer Freisetzung radioaktiver Stoffe suchen Sie vorzugsweise einen Kellerraum auf.Vermeiden Sie unnötigen Sauerstoffverbrauch durch Kerzen o. Ä.Schalten Sie zu Ihrer Information das Radio (UKW, Regionalsender) oder das Fernsehgerät ein.Beachten Sie die Durchsagen der Behörden und Einsatzkräfte.Telefonieren Sie nur in Notfällen.Benutzen Sie beim Eindringen von Gefahrstoffen vorhandene Atemschutzgeräte, notfalls einen improvisierten Mundschutz (OP-Masken, Tücher …).

Im Freien:
Achten Sie auf Durchsagen von Polizei oder Feuerwehr.Bewegen Sie sich möglichst quer zur Windrichtung, atmen Sie möglichst durch einen Atemschutz, zumindest durch ein Taschentuch.Suchen Sie das nächste geschlossene Gebäude auf.Wenn Sie bereits mit Gefahrstoffen in Berührung gekommen sind, wechseln Sie beim Betreten des Gebäudes Oberbekleidung und Schuhe.Verpacken Sie verschmutzte Oberbekleidung und Schuhe in Plastikbeuteln und platzieren Sie diese außerhalb des Wohnbereichs, sofern möglich vor dem Gebäude.Waschen Sie sich zuerst gründlich die Hände, dann Gesicht und Haare, ebenso Nase und Ohren mit Wasser und Seife.Im Falle der Freisetzung biologischer Stoffe ist zusätzlich eine Händedesinfektion zu empfehlen.Befolgen Sie die Hinweise zum Aufenthalt in Gebäuden.

Im Auto:
Schalten Sie die Belüftung aus und schließen Sie die Fenster.Hören Sie Radio (UKW, Regionalsender) und befolgen Sie die Anweisungen der Behörden und Einsatzkräfte.Suchen Sie ansonsten das nächste geschlossene Gebäude auf, erbitten Sie Einlass und beachten Sie dort die Hinweise zum Aufenthalt in Gebäuden.Verhalten bei besonderen Gefahrenlagen
Was können Sie nach einer Explosion tun?

Bei einer Explosion entstehen Druck, Splitter und Hitze, durch die Menschen verletzt sowie Gebäude und Sachen beschädigt werden können.
In Folge einer Explosion können Trümmer(bereiche) entstehen und es besteht die Gefahr, dass noch weitere Bauteile einstürzen. Menschen können verschüttet sein. Brände können entstehen.
Es handelt sich daher immer um eine Gefahrenzone! Verlassen Sie die Gefahrenzone sofort und unterstützen Sie wenn möglich Andere.

Gefahren in der Advents- und Weihnachtszeit

In der Advents- und Weihnachtszeit steigt das Brandrisiko in den Wohnungen stark an. Das erhöhte Einsatzaufkommen der Feuerwehr erstreckt sich dabei vom angebrannten Essen, brennenden Adventskränzen bis hin zum ausgedehnten Wohnungsbrand durch entzündete Weihnachtsbäume oder Weihnachtsgestecke. Viele dieser Brände sind durch sachgerechten Umgang und vorbeugende Maßnahmen zu vermeiden. Nicht nur das Brandrisiko ist in dieser Zeit ein Thema, sondern auch Stromschläge durch defekte elektrische Lichterketten.
Gefahrenquelle - KerzenVergessene oder ohne Aufsicht abbrennende Kerzen auf Adventskränzen oder Weihnachtsbäumen. Gerade geschmückte, trockene Weihnachtsbäume bieten ein enormes Brandpotential.
Kinder, die unbeaufsichtigt in der Nähe von brennenden Kerzen spielen.
Unachtsamkeit beim Auspacken von Geschenken, wenn das leichtentzündliche Geschenkpapier in die Flammen von Kerzen gerät.
Kerzen brennen zu weit ab.
Räucherkerzen werden noch glimmend im Mülleimer entsorgt.

Maßnahmen, um Gefahrenquellen zu vermeiden bzw. Gefahrenpotential zu verringern
Kerzen niemals unbeaufsichtigt abbrennen lassen.
Kerzen frühzeitig wechseln, d.h. nur zu einem gewissen Maße abbrennen lassen.
Kerzen müssen standsicher aufgestellt werden. Die Kerzenständer müssen aus nicht brennbaren Material bestehen.
Kinder niemals unbeaufsichtigt in der Nähe von brennenden Kerzen spielen lassen.
Erhöhte Wachsamkeit beim Auspacken von Geschenken.
Das Entzünden der Kerzen am Baum sollte immer von oben nach unten und von hinten nach vorne erfolgen. Das Löschen der Kerzen erfolgt dann in umgekehrter Reihenfolge.
Alternative: Geprüfte elektrische Lichterkette.
Räucherkerzen mit Wasser kurz ablöschen, bevor man sie entsorgt.
Gefahrenquelle - WeihnachtsbaumBaumständer, die keinen sicheren Stand gewährleisten.
Trockene Weihnachtsbäume/Adventskränze brennen „explosionsartig“.
Haustiere wie Hunde oder Katzen könnten den Weihnachtsbaum umwerfen.

Maßnahmen, um Gefahrenquellen zu vermeiden bzw. Gefahrenpotential zu verringern
Weihnachtsbaum erst kurz vor dem Fest kaufen, damit er nicht zu trocken ist. Alternative: Es gibt mittlerweile Baumständer mit integriertem Wassertank, dieser verhindert das schnelle Austrocknen des Baumes.
Stellen Sie den Weihnachtsbaum nicht in den Fluchtweg und halten Sie Abstand zu brennbaren Materialien (Gardinen etc.).
Der Weihnachtsbaum muss einen sicheren Stand haben.
Weihnachtsbaum nicht in der Zugluft zwischen Tür und Fenster aufstellen (Gefahr des Umkippens).
Adventskranz auf eine nicht brennbare Unterlage stellen.
Eventuell den trockenen Adventskranz gegen einen frischen austauschen.
Falls Hunde/Katzen in der Wohnung leben, den Weihnachtsbaum zusätzlich gegen Umkippen sichern.
Gefahrenquelle - LichterketteVerwendung von elektrischen Lichterketten, die keine notwendigen Prüfzeichen besitzen oder unsachgemäß angewendet werden (Lichterkette ohne Zulassung für Außenbereich werden im Freien verwendet).
Brandgeschehen aufgrund eines Kurzschlusses.

Maßnahmen, um Gefahrenquellen zu vermeiden bzw. Gefahren-potential zu verringern
Elektrische Lichterketten bestimmungsgemäß betreiben.
Nur Lichterkette mit VDE-Prüfzeichen/GS-Zeichen verwenden.
Schadhafte Lichterketten austauschen bzw. schadhafte Glühbirnen ersetzen.
Für Familien bieten sich LED-Lichterketten oder Lichterketten mit Transformatoren an. Diese arbeiten mit einer geringeren Spannung, erzeugen weniger Hitze und die Gefahr eines Stromschlags ist sehr viel geringer.
Vorhalten von Löschmittel und RauchwarnmelderIn der Nähe des Baumes einen Eimer Wasser oder einen Feuerlöscher griffbereit haben
Zu empfehlen ist in diesem Zusammenhang das Feuerlöschspray. Dieses ist schnell einsatzbereit und für Kleinbrände gut geeignet.
Räume mit Rauchwarnmeldern überwachen.
Wichtig beim Kauf von Rauchwarnmeldern: Nur geprüfte Rauchmelder einsetzen (CE-Zeichen und Prüfnummer + DIN EN 14604)
Was ist in einem Brandfall zu tun?Ruhe bewahren und überlegt handeln.
Feuerwehr über den Notruf 112 alarmieren.
Entstehungsbrände nur dann bekämpfen, wenn Sie sich dabei nicht selbst in Gefahr begeben.
Türen schließen (nicht abschließen), um das Ausbreiten von Brandrauch zu vermeiden.
Hilfsbedürftige und sich selbst in Sicherheit bringen.
Mitbewohner warnen.
Das Eintreffen der Feuerwehr abwarten.

Warn-Apps für das Smartphone

Mit der Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundes, kurz Warn-App NINA, können Sie wichtige Warnmeldungen des Bevölkerungsschutzes für unterschiedliche Gefahrenlagen wie zum Beispiel Gefahrstoffausbreitung oder einem Großbrand erhalten. Optional auch für Ihren aktuellen Standort. Wetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes und Hochwasserinformationen der zuständigen Stellen der Bundesländer sind ebenfalls in die Warn-App integriert.
Technischer Ausgangspunkt für NINA ist das modulare Warnsystem des Bundes (MoWaS). Dieses wird vom BBK für bundesweite Warnungen des Zivilschutzes betrieben. Seit 2013 können auch alle Lagezentren der Länder und viele bereits angeschlossenen Leitstellen von Städten und Kommunen das Warnsystem nutzen. In der Regel sind dies Feuerwehr- und Rettungsleitstellen, die Warnmeldungen für lokale Gefahrenlagen herausgeben.
Die Warn-App NINA ist ein schneller und effizienter Weg zum Schutze der Bevölkerung. Für die zuständigen Behörden des Zivil- und Katastrophenschutzes ist sie ein wichtiger Informationskanal, die Menschen über Gefahren zu informieren und gleichzeitig konkrete Verhaltenshinweise zu geben.
Neben der Warnfunktion bietet die Warn-App NINA auch grundlegende Informationen und Notfalltipps zu Themen des Bevölkerungsschutzes an.

Drei Gründe, die Warn-App NINA zu nutzen:
1. Sie können mit NINA alle Warnmeldungen, die über das Modulare Warnsystem (MoWaS) herausgegeben werden, Wetterwarnungen des DWD und Hochwasserinformationen empfangen – alles über eine App.
2. Sie werden aktiv über aktuelle Gefahren informiert, denn die Push-Funktion von NINA macht Sie auf neue Warnungen aufmerksam.
3. Verhaltenshinweise und allgemeine Notfalltipps von Experten helfen Ihnen dabei, sich auf mögliche Gefahren vorzubereiten. So können Sie sich und andere besser schützen.

NINA installieren
Sie können die Warn-App NINA für die Betriebssysteme iOS (ab Version 8.0) und Android (ab Version 4) nutzen. Die App ist kostenfrei erhältlich über den App Store und den Google play Store.
Hier geht es zum Download im App StoreHier geht es zum Download im Google play Store

Warn-App KATWARN

Ob Brände, schwere Unwetter oder unerwartete Gefahrensituationen – damit wir von Katastrophen möglichst verschont bleiben, gibt es das Warnsystem KATWARN.
KATWARN leitet offizielle Warnungen und Handlungsempfehlungen an die betroffenen Menschen. Über Inhalt, Zeitpunkt und Umfang entscheiden allein autorisierte Behörden und Sicherheitsorganisationen.

Das alles kann KATWARN:
Ortsbezogene Warnungen
Anlassbezogene Warnungen
Flächenbasierte Warnungen
Deutschlandweite WarnübersichtWeiterleiten und Teilen von Warnungen
Persönlicher Testalarm

Sicherheit für Ihren aktuellen Standort.

Smartphones oder Handys sind im Alltag (fast) immer dabei. Bei Gefahr sendet die Schutzengel-Funktion Warnungen und Verhaltenshinweise direkt auf Ihr Mobiltelefon – ortsgenau, akku-schonend und datensicher.

Der aktivierte Schutzengel erreicht Sie überall, wo Sie sich aufhalten - sogar bei ausgeschalteter App! Ergänzend können Sie weitere Ortsfavoriten für Familie, Freunde oder Kollegen eingeben und Warnungen über soziale Medien teilen.
KATWARN nimmt den Datenschutz ernst: Es werden keine persönlichen Daten erfasst und kein Bewegungsprofil erstellt.